Wiesbaden, den 09.10.2006
Mieterbund begrüßt Anti- Trust-Vorstoß aus Hessen
Der Deutsche Mieterbund – Landesverband Hessen e.V. hat die Initiative der hessischen Landesregierung gegen die marktbeherrschende Stellung der vier großen Stromkonzerne begrüßt. Gerade die Mieterinnen und Mieter litten ganz besonders unter den ständig steigenden Strom- und Gaspreisen, da diese u.a. Bestandteil der Nebenkosten des Wohnens seien, die sich inzwischen zur zweiten Miete entwickelt hätten. "Wer wirklichen Wettbewerb bei Strom und Gas will, kommt an Minister Rhiels Vorschlägen zur Zerschlagung der Energieoligopole nicht vorbei", sagte Verbandsdirektor Jost Hemming in Wiesbaden. Der Dachverband der 25 hessischen Mietervereine stellt sich damit hinter die vom hessischen Wirtschaftsminister vorgestellten Pläne zur Reform des Wettbewerbsrechts. Damit sollen marktbeherrschende Stromerzeuger gezwungen werden können, einen Teil ihrer Kraftwerke an Dritte zu verkaufen. Auch der Gasmarkt soll damit geöffnet werden"
"Mit der Beschränkung von Marktanteilen bei marktbeherrschenden Unternehmen packt der Vorstoß Hessens das Grundproblem im Energiesektor endlich an der Wurzel," sagte Hemming. "Die fatalen volkswirtschaftlichen Folgen viel zu hoher Strom- und Gaspreise sind endlich in der obersten Etage der Politik angekommen." Man hoffe auf Mieterseite, dass der Vorstoß Hessens von der Bundesregierung und vom Bundestag unterstützt werde.
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