Wiesbaden, den 15.02.2008
Der Deutsche Mieterbund - Landesverband Hessen e.V. hat die Hessische Landesregierung aufgefordert, sich im Bundesrat dafür einzusetzen, dass das Wohngeld für bedürftige Haushalte spürbar erhöht wird.
„Die Erhöhung des Wohngeldes ist in Anbetracht der zunehmenden Wohnarmut überfällig", erklärte der Vorsitzende des Mieterbundes Hessen, Wolfgang Hessenauer, anlässlich einer Regionalkonferenz der hessischen Mietervereine in Wiesbaden. Nach Angaben seiner Organisation erhalten zurzeit in Hessen etwa 30.000 einkommensschwache, vor allem Rentnerhaushalte Wohngeld. Trotz eines durchschnittlichen Zuschusses von etwas über 100 Euro im Monat beträgt die Wohnkostenbelastung der Wohngeldempfänger rund 40 Prozent. Haushalte, die geringfügig über den Einkommensgrenzen des Wohngeldes liegen, müssen bis zu 50 Prozent ihres Einkommens für die Wohnung zahlen.
Hessenauer: „Die Wohngelderhöhung muss einen Ausgleich für die seit der letzten Reform 2001 gestiegenen Mieten und Betriebskosten schaffen. Vor allem muss sie aber die Energiekosten bei den Wohngeldzahlungen berücksichtigen. Dies geschieht bisher nicht. Hier sind aber die Preise in den letzten Jahren förmlich explodiert. Wir haben drei konkrete Forderungen an den Gesetzgeber für die geplante Wohngeldverbesserung: