Wiesbaden, den 15.08.2008
Der Deutsche Mieterbund - Landesverband Hessen e.V. hat davor gewarnt, die geplante internationale Bauausstellung zu einer reinen Architekten- und Stadtplanerveranstaltung zu verkürzen. Dies werde einer zukunftsorientierten Entwicklung des Rhein-Main-Ballungsraums nicht gerecht.
Wie der Vorsitzende des Mieterbundes Hessen, Wolfgang Hessenauer, in Wiesbaden erklärte, stehe die hessische Mieterorganisation einer internationalen Bauausstellung grundsätzlich positiv gegenüber. Voraussetzung hierfür sei allerdings, dass auch die Fragen der Wohnraumversorgung in den Themenkomplex IBA aufgenommen werden. Insbesondere die sozialen Fragen der Wohnraumversorgung im Rhein-Main-Gebiet müssten mit auf die Tagesordnung. Hier gehe es vor allem um das Auseinanderdriften der Einkommensschere der Wohnraumnachfrager einerseits sowie des dazu immer weniger passenden Wohnraumangebotes andererseits. Es müsse eine Antwort auf die Frage gefunden werden, wie die Wohnraumversorgung der steigenden Zahl bedürftiger Mieterhaushalte gesichert werden kann. Des Weiteren müsse in Anbetracht des vergleichsweise hohen Anteils von Haushalten mit Migrationshintergrund der Themenkomplex „Zusammenleben verschiedener ethnischer Bevölkerungsgruppen" ein besonderes Augenmerk bekommen. Und natürlich seien auch alle Fragen einzubeziehen, die sich mit der Verwirklichung der Klimaschutzziele und der energetischen Modernisierung des Gebäudebestands befassen.
Eine reine „Spielwiese" für Architekten und Stadtplaner werde der Mieterbund Hessen nicht unterstützen.