Wiesbaden, den 18.06.2009
2 Euro pro Quadratmeter und Monat im Durchschnitt
Mieter zahlten 2007 in Hessen durchschnittlich 2 Euro pro Quadratmeter im Monat für Betriebskosten. Rechnet man alle denkbaren Betriebskostenarten zusammen, kann die so genannte zweite Miete bis zu 2,84 Euro pro Quadratmeter und Monat betragen. Dies sind Ergebnisse aus dem aktuellen Betriebskostenspiegel, den der Deutsche Mieterbund - Landesverband Hessen jetzt auf Grundlage der Abrechnungsdaten des Jahres 2007 vorgelegt hat. Für eine 80 Quadratmeter große Wohnung mussten bei Anfallen aller Kosten 2 726,40 Euro im Jahr 2007 an Betriebskosten aufgebracht werden. „Im Vergleich zum Abrechnungsjahr 2006 sind die Betriebskosten damit stabil geblieben", erklärte der Direktor des Mieterbundes Hessen, Jost Hemming, in Wiesbaden.
Heizung und Warmwasser
Die Preise für Heizung und Warmwasser sind im Abrechnungsjahr 2007 gegenüber 2006 um knapp 3 Prozent gesunken. Mussten 2006 noch durchschnittlich 1,04 Euro pro Quadratmeter und Monat gezahlt werden, waren es 2007 noch 1,01 Euro. Allein die Heizkosten sanken von 0,84 auf 0,80 Euro.
Verantwortlich für die niedrigeren Heizkosten im letzten Abrechnungsjahr waren stabile Energiepreise 2007, teilweise sogar Preisrückgänge, wie beim Öl, und spürbar gesunkene Verbräuche. „Neben günstigen klimatischen Voraussetzungen, das heißt einem milden Winter, machen sich hier vor allem energetische Modernisierungen und sparsameres Heizverhalten der Mieterinnen und Mieter bemerkbar" so Hemming.
Aber: Die Preisspirale hat sich 2008 wieder weitergedreht. Der Winter 2008 war kälter und vor allem sind die Energiepreise 2008 explodiert. Öl wurde um rund 32 Prozent und Gas um rund zehn Prozent teurer. Die Betriebskostenabrechnungen für 2008, die Mieter in diesen Wochen erhalten, werden deshalb spürbar um 20 bis 30 Prozent höher ausfallen. Mieter müssen mit entsprechenden Nachzahlungen rechnen.
„Die Höhe der kalten, vor allem aber der warmen Betriebskosten wird ein immer wichtigeres Entscheidungskriterium für Mieter bei der Anmietung der Wohnung oder bei der Fortsetzung des Mietverhältnisses. Ziel des Betriebskostenspiegels ist es deshalb, Transparenz und Vergleichbarkeit sowohl für Wohnungssuchende als auch für die tausende Haushalte herzustellen, die jährlich Betriebskostenabrechnungen erhalten. Außerdem soll der Betriebskostenspiegel Anhaltspunkte für eine Überprüfung der Abrechnungen nach Wirtschaftlichkeitsgesichtspunkten liefern. Und er soll Vermietern Hinweise geben, wo Einsparmöglichkeiten existieren und Maßnahmen eingeleitet werden sollten, um überhöhte Betriebskosten zu reduzieren", sagte Hemming.
„Der Betriebskostenspiegel bietet im Wesentlichen vier Vorteile", so das Resümee von Hemming.
Betriebskostenspiegel 2008:
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